Beethoven & Brahms: Meisterwerke der Variationskunst
Anlässlich des 200. Todestages von Ludwig van Beethoven im Jahr 2027 widmet die Pianistin Fatjona Maliqi einen besonderen Klavierabend zwei herausragenden Meisterwerken der Variationskunst: Beethovens 33 Variationen über einen Walzer von Anton Diabelli op. 120 und Johannes Brahms’ Händel-Variationen op. 24.
Im Mittelpunkt stehen Beethovens Diabelli-Variationen op. 120 – ein monumentaler und anspruchsvoller Variationszyklus und eines der bedeutendsten Werke für Klavier. Aus einem einfachen Walzerthema, das Beethoven selbst scherzhaft als „Schusterfleck“ bezeichnete, entsteht eine musikalische Welt voller Gegensätze: Humor und Groteske treffen auf tiefste Innigkeit, virtuose Brillanz auf Momente großer Ruhe und Nachdenklichkeit.
Mit Brahms’ Händel-Variationen op. 24 folgt ein Werk, in dem Beethovens Einfluss und das Vorbild seiner Variationskunst spürbar werden. Brahms entwickelt aus einem Thema von Georg Friedrich Händel 25 farbenreiche, virtuos gesteigerte Variationen und führt die von Beethoven geprägte Idee weiter, aus einem einfachen musikalischen Gedanken eine ganze Welt von Ausdrucksmöglichkeiten zu erschaffen.
So entsteht ein musikalischer Dialog zwischen Beethoven und Brahms – ein Klavierabend, der die Entwicklung und nachhaltige Wirkung großer Variationskunst über Generationen hinweg erfahrbar macht.
Für Fatjona Maliqi sind die Diabelli-Variationen seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil ihres künstlerischen Weges. Bereits 2020 wurde sie eingeladen, das Werk im Rahmen des 42. Internationalen Kongresses der European Piano Teachers Association (EPTA) aufzuführen. In der Reihe der renommierten WDR3 Campus-Konzerte spielte sie die Diabelli-Variationen auf einem historischen Flügel von Conrad Graf, dem Instrumentenbauer, der auch Beethovens letztes Klavier fertigte.
In den folgenden Jahren führte sie das Werk bei zahlreichen internationalen Konzerten auf, unter anderem in London beim Summer Festival der Beethoven Piano Society of Europe, beim Bonner Schumannfest sowie in der Konzertreihe der Gesellschaft für Musiktheater in Wien.
Die aus dem Kosovo stammende Pianistin profiliert sich als Solistin mit einer besonderen Vorliebe für ungewöhnlich anspruchsvolle Programme und beeindruckt dabei „mit Eindringlichkeit und Finesse“ (Piano News). Besondere Anerkennung erwarb sie auch für ihre Interpretation der monumentalen Goldberg-Variationen von J. S. Bach, die sie „als wäre alles ganz einfach“ spielt (Bonner General-Anzeiger).
Beim renommierten 7th International Rosalyn Tureck Bach Competition in New York wurde sie als Finalistin mit einem Preis für ihre Interpretation der Goldberg-Variationen ausgezeichnet. 2025 wurde Fatjona Maliqi für ihre herausragenden künstlerischen Erfolge mit dem erstmals verliehenen „Münster Stella Award Klassik“ geehrt.


